Ein Rückblick auf Studienfahrten der DIK:

Fiuggi ... und die Kirchen und Klöster der Ciociaria

Die Ciociaria stellt eine alte historische Region zwischen Rom und Neapel dar, die zu Unrecht bis heute abseits der Tourismusströme liegt. In den malerischen Höhenzügen des Apennins befinden sich hochrangige antike und mittelalterliche Kulturstätten, an denen sich weltgeschichtliche Ereignisse zugetragen haben. Römer, Normannen und Staufer haben diese Region erobert, besucht und mit bedeutenden Bauten versehen. In großartigen Fresken wird die mittelalterliche Interpretation des Alten und Neuen Testamentes sowie die Kraft des frühen Christentums anschaulich geschildert. Die römische Kunst findet ihren Höhepunkt in den beeindruckenden Marmorgruppen des Polyphem und der Skylla in der großen Villa von Sperlonga.
Die Reise in die Ciociaria fand vom 15. bis 24. September 2009 statt.

Cilento und Basilicata

Die An- und Abreise erfolgte mit dem Flugzeug; der Ankunftsort war Neapel. Von zwei Hotels nahe Ogliastro Marina und Potenza aus wurden Tagesfahrten mit einem komfortablen, klimatisierten Reisebus durchgeführt.
Auf dem Programm standen neben den kulturell wichtigen Stätten auch die bezaubernde Landschaft des touristisch kaum beachteten Cilento. Wir bewunderten nicht nur die bergigen Regionen mit den interessanten unterirdischen Tropfsteinhöhlen, wie die atemberaubende Grotta dell’Angelo, die im übrigen mit Kähnen befahren wurde, sondern auch die schönen Küsten. Bereits die Griechen hatten den Wert der natürlichen Häfen erkannt und in der archaischen Zeit die berühmten Kolonien Poseidonia (Paestum) und Elea (Velia) gegründet. Die Städte waren aufgrund ihrer geographischen Lage schnell reich geworden, wovon noch heute in Paestum die berühmten griechischen Tempel und in Velia die ungewöhnliche Philosophenschule der Elaten künden. Der Besuch dieser Stätten und der Museen lieferte einen fundierten Blick in die Lebenswelt der Griechen und Römer. Prähistorische Ausgrabungen mit dem Heiligtum der Fruchtbarkeitsgöttin Meftis wartete in Vaglio Basilicata auf uns, und bei einer Wanderung entdeckten wird den geheimnisvollen Krieger von Costa Palomba. Die christlichen Kirchen fanden ihre Ausformungen sowohl in den Höhlenkirchen von Sant’Angelo a Fasanella als auch im großartigen Dom von Salerno, der ebenfalls das Grab des berühmten Papstes Gregor VII. beherbergt, der vor dem deutschen Kaiser Heinrich IV. hierher fliehen mußte. In Salerno war auch die bekannte mittelalterliche Medizinschule mit dem Heilpflanzengarten zu bewundern. Am pittoresken Monte Gelbison war schließlich die Pilgerstätte der schwarzen Madonna zu entdecken. Die Normannen und Staufer besuchten wir in der Burg von Melfi bzw. Castel Lagopesole.
Die Reise ins Cilento und die Basilicata fand vom 13. bis 23. September 2010 statt.

Maremma

Vom 12. - 21. September 2011 führte die Reise in die Maremma.
Diese Region erstreckt sich an der Küste zwischen der südlichen Toskana und dem nördlichen Latium und ist reich an etruskischen Orten, wie Populonia, Vetulonia und Roselle, die zusammen mit der römischen Gründung Cosa (Ansedonia) ein reiches Erbe hinterlassen haben, das zu einem guten Teil im Museum von Grosseto zu besichtigen war. Pittoreske mittelalterliche Städte und eine beeindruckende Landschaft rundeten diese Studienfahrt ab.