Vortragsveranstaltungen der DIK Hannover

Vorträge und Veranstaltungsreihen zu Kultur, Archäologie, Politik, Geschichte und mehr
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Vortrag in italienischer Sprache von Laura Sabino MAS, Bochum
GEBÜHRENFREIE VORTRAGSREIHE
„APPUNTAMENTO FISSO“


Matera, la perla nascosta fra i Sassi
Matera è una città dal fascino millenario: la sua storia inizia agli albori della civiltà durante il Paleolitico. La sua cultura e gli antichi sapori hanno attirato viandanti, letterati e recentemente registi di fama mondiale. Gli storici Rioni Sassi sono stati dichiarati nel 1993 patrimonio mondiale dell’umanità e accolgono ogni giorno turisti, curiosi ed estimatori attirati dall’unicità dei suoi paesaggi.

Laura Sabino è nata a Matera 27 anni fa ed è una materana doc! Dopo aver terminato la scuola nella „città dei Sassi“ si è trasferita nella vicina Bari per intraprendere gli studi; poi il
suo percorso universitario è proseguito nell’antico ateneo bolognese dove ha conseguito la laurea specialistica in Lingue e letterature straniere. Arrivata in Germania, a Bochum, grazie al programma di scambio Erasmus, ha deciso di intraprendere la carriera lavorativa in terra tedesca: attualmente lavora come traduttrice per una redazione giornalistica e collabora con vari centri di cultura italo-tedeschi come ad esempio il Cicuit di Bochum e l´Italienverein di Dortmund.

Freitag, 16. März 2012, 18.30 Uhr
Migrantenorganisation „Can Arkadas e.V.“,
Stiftstraße 13, 30159 Hannover
Diavortrag von Richard Konstantin Blasy, München
Giovanni Lorenzo Bernini (1598 in Neapel geboren und 1680 in Rom gestorben) war Schüler seines Vaters Pietro Bernini, der aus Florenz stammte, in Neapel als Bildhauer Ansehen gewann und seit 1604 in Rom vielfältig tätig wurde. Erweist sein Frühwerk bis um 1625 noch den Einfluß, den der straffe bildhauerische Stil und anderes aus dem Werk seines Vaters auf ihn genommen hatte, so trat danach sein unverwechselbares Künstlertum immer deutlicher hervor, wie es sich im Dienst der Päpste, des französischen Königs Ludwig XIV und anderer Auftraggeber entfalten konnte.
Als Bildhauer – für seine Zeitgenossen ein „neuer Michelangelo“ ! – führte er das Schema des Papstgrabmals zu einer bis dort nicht dagewesenen repräsentativen Gestaltung; in seinen Altären und Kapellenräumen verband er Architektur, Plastik, Malerei und Licht zu kühnen barocken Synthesen, deren Illusionismus den Betrachter in ihren Bann ziehen sollten; seine Brunnen verkörperten einen neuen Typus, mit dem die herkömmliche architektonische Fontäne des 15. Jh. zu einer „naturalistischen“ anverwandelt wurde; und als Porträtist wurde er durch die besondere Fähigkeit, das Individuelle der Person wiederzugeben, der bewundertste Meister seiner Zeit.
Als Architekt blieb er – im Gegensatz zu seinem Rivalen Borromini – zwar den überlieferten Formen der Antike und der Renaissance treu, doch führte er diese bei der Konzeption von Palästen und Kirchen zu monumentaler und differenzierter Steigerung: bei der Gestaltung der „Piazza di San Pietro“ gelang ihm durch die Verbindung des kolonadengesäumten Platzes mit der Fassade und dem Kuppelbau von St. Peter das Hauptwerk barocker Architektur und Urbanistik; und letztlich gaben seine Entwürfe für die Ostfassade des Pariser Louvre der Baukunst des Spätbarock in Italien, Süddeutschland und Böhmen nachhaltige Anregungen.

Samstag, 24. März 2012, 16.00 Uhr
Theatermuseum, Veranstaltungssaal,
Prinzenstraße 9, 30159 Hannover
Beamervortrag von Dr. Alexander Mlasowsky, Burgdorf
Die Jahre 2011/12 bilden zweifellos einen Zeitraum der besonders umfangreichen und nachhaltigen politischen Veränderungen, im wesentlichen ausgelöst durch die modernen Medien, wie Facebook, Skype und Twitter. Machthaber und Regime stürzen, weil ihnen die Deutungshoheit in den Medien abhanden gekommen ist. Anspruch und Wirklichkeit prallen unversöhnlich aufeinander.
Hier stellt sich die Frage, wie in anderen Epochen die Medien aussahen und benutzt wurden. Es zeigt sich, daß vor allem die römischen Münzen die Wirkung eines Massenmediums besaßen, weil die Geldstücke in den Händen aller Bewohner des römischen Reiches kursierten. Das erkannten bereits die Politiker der römischen Republik und besonders die römischen Kaiser. Auf den beiden Seiten der Münzen, differenziert in den Nominalen, wurden einerseits ein markantes Bildnis des Kaisers und andererseits die Parolen und Vorhaben in einer komplexen verkürzten Symbolsprache aufgeprägt, die sich mit den innen-, außenpolitischen und dynastischen Vorhaben befaßten. Aus der Vielzahl der römischen Münzen werden im Vortrag einige besonders aussagekräftige Exemplare vorgestellt und historisch, kulturhistorisch und religionspolitisch gedeutet.

Donnerstag, 5. April 2012, 19.30 Uhr
Theatermuseum, Veranstaltungssaal,
Prinzenstraße 9, 30159 Hannover
Beamervortrag von Dr. Markus Wesche, München
Die Entstehung der Portraitmedaille in Italien seit den 1430er Jahren hat viele Wurzeln und Triebkräfte: Funde römischer Münzen, einen Hunger nach Portraitdarstellungen, den Aufstieg selbstbewußter Fürsten. Dies alles drängte nach Darstellung und Verewigung bedeutender Individuen. Ein besonderer Fall ist jedoch die Totenehrung für einen schönen jungen Pagen in Rom im Jahre 1474, dem die größte Medaille aus dem ersten Jahrhundert der Medaille gewidmet wurde. Wie in einem Brennpunkt konzentrieren sich darin Entwicklung und Rang dieser Kunstgattung.
Der Vortrag will einführen in die Entwicklung des Portraits als einem sozialen Phänomen, in die Rolle und Funktion von Münz- und Medaillenportraits, und er gibt Einblicke in das Milieu humanistischer Altertumsgelehrter in Rom.

Samstag, 21. April 2012, 16.00 Uhr
Theatermuseum, Veranstaltungssaal,
Prinzenstraße 9, 30159 Hannover